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 Die Legende von Knockgrafton - Irland

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Sachsenmietze

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BeitragThema: Die Legende von Knockgrafton - Irland   Di März 16, 2010 9:36 am

Die Legende von Knockgrafton


In Irland erzählt man sich die Legende von Lusmore dem Buckligen, der in einem fruchtbaren Tal zu Füßen der düsteren Galtee Berge lebte.
( T. Crofton Croker: "Fairy Legends and Traditions of the South of Ireland) Lusmore bedeutet "roter Fingerhut", und er hieß so, weil er stets einen Stängel von dieser Pflanze an seinem kleinen Strohhut trug.
Lusmore litt sehr unter seiner Missgestalt. Die Leute im Dorf fürchteten sich vor ihm wegen seines unnatürlichen Aussehens und gingen ihm aus dem Wege. Lusmores Buckel war gewaltig. Er sah aus, als bestünde er nur aus diesem Buckel, an dem ein Kopf sowie Arme und Beine saßen. Wenn er saß, musste er den Kopf auf die Knie stützen, um ihn überhaupt hochzuhalten. Außerdem erfand man böse Geschichten über Lusmore, gewiss auch aus Neid, denn er verstand es, sehr schöne Körbe und Strohhüte zu flechten, für die die Leute gern mehr zahlten als für die Ware der anderen. Eines Abends befand sich Lusmore auf dem Heimweg von hübschen Städtchen Cahir. Am alten Burggraben von Knockgrafton setzte er sich nieder, um ein wenig auszuruhen. Da hörte er aus dem Graben überirdisch schöne Musik, und er lauschte versunken der sich ständig wiederholenden Melodie. Als sie schließlich aussetzte, sang er den Refrain gedankenverloren in etwas höherer Tonlage weiter, ohne zu bemerken, dass auch die Geister im Graben inzwischen wieder eingestimmt hatten. Sie waren so begeistert von der neuen Variation ihrer Melodie, dass sie beschlossen, diesen Sterblichen sogleich zu sich hinunterzuziehen und mit ihm zu singen und zu musizieren. Das taten sie auch und feierten ihn und ließen ihn hochleben, als sei er der Größte im ganzen Land.Nach einer Weile entstand eine Unruhe unter den Versammelten, sie wisperten und flüsterten miteinander, und Lusmore wusste nicht recht, was er davon halten sollte, bis ein Geist hervortrat und sprach:


Lusmore, Lusmore,
Fürchte dich nicht.
Fort ist dein Gewicht,
Dein Rücken ist leer,
Der Buckel liegt am Boden,
sieh nur her!

Lusmore fühlte, wie seine Schultern ungewohnt leicht wurden, und er hätte vor Freude einen Luftsprung tun mögen! Voll Verwunderung sah er um sich. Zum ersten Male in seinem Leben konnte er den Kopf heben, und die Welt erschien ihm wunderschön. Überwältigt von all dem Glanz wurde ihm ganz schwindlig im Kopf, und sein Blick trübte sich. Schließlich fiel er in einen tiefen Schlaf. Als er erwachte, Wunder über Wunder, war er ein verwandelter Mensch. Nicht nur war sein Buckel verschwunden, er war auch in einen schönen, nagelneuen Anzug gekleidet, den ihm die Geister wohl geschenkt haben mussten, so dass er nun wirklich schön anzusehen war. Bald hatte sich die Geschichte im ganzen Land herumgesprochen.
Da kam eines Tages eine alte Frau zu ihm und ließ sich seine "Heilung" in allen Einzelheiten beschreiben, denn der Sohn einer Freundin litt ebenfalls unter einem Buckel. Lusmore war ein gutmütiger Kerl und gab bereitwillig Auskunft. Die Frau dankte ihm freundlich und ging davon. Sie erzählte ihrer Freundin, was Lusmore ihr berichtet hatte, und die beiden Frauen machten sich mit dem buckligen Sohn sogleich auf den Weg zum alten Burggraben von Knockgrafton. Der Bucklige aber, er hieß Jack Madden, war ein übellauniger und hinterlistiger Kerl und obendrein ungeduldig. Als er die Zauberweise hörte, machte er sich gar nicht erst die Mühe, zuzuhören, um im richtigen Moment einzustimmen, sondern plärrte einfach dazwischen. "Was Lusmore kann", dachte er, "kann ich schon lange. Und wenn der einen neuen Anzug bekam, so bekomme ich zwei!" Die Geister aber waren außer sich vor Zorn über die Störung, zerrten Jack Madden in den Graben hinunter und kreischten und schrien ihm in die Ohren. Dann trat einer hervor und sprach:

"Jack Madden, Jack Madden,
Schrill ist dein Gesang,
Schwer sei dein Gang.
Dein Lied war nichts wert,
Sei drum doppelt beschwert";


und damit brachten zwanzig der Kräftigsten Lusmores Buckel und setzten ihn den armen Jack auf den Rücken über seinen eigenen. Dann stießen sie den Unglücklichen aus ihrem Schoß. Am nächsten Morgen fanden ihn die beiden Frauen halbtot neben dem Graben liegend, mit zwei riesigen Buckeln auf dem Rücken. Jack Madden aber lebte nur noch wenige Tage mit der Last auf seinen Schultern, ehe er starb.
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Spukwesen

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BeitragThema: Re: Die Legende von Knockgrafton - Irland   Di Jan 29, 2013 3:18 am

Da sieht man es wieder. Immer schön freundlich sein und wenn man schon nicht singen kann, dann die Geister demütig bitten, zu helfen. Das ist eine schöne alte Geschichte, die ich noch nicht gekannt habe. Es ist vielleicht weit hergeholt, aber irgendwie erinnert mich die Sage an das Märchen von der Frau Holle und hat einen mahnenden Charakter. Die freundlichen und fleißigen werden belohnt und die griesgrämigen bestraft.

_________________
Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.
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Die Legende von Knockgrafton - Irland
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